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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Sonntag, 14. März 2021 11:00 Uhr
Nächste Information: Montag, 15. März 2021 11:00 Uhr


Starker Schneefall vom Berner Oberland bis ins Glarnerland 

Von Sonntag bis Dienstagabend wird mit einer markanten Nordwestlage viel Feuchtigkeit zu den Alpen geführt, an Teilen des Alpennordhangs wird mit starkem Schneefall gerechnet.  
Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Schnee 3 Erstfeld-Engelberg, Flüelen-Unterschächen, Glarus Süd-Grosstal, Glarus Süd-Sernftal, Grindelwald, Innertkirchen-Guttannen, Kerenzerberg-Seeztal, Lauterbrunnen-Wilderswil, Maderanertal, Meiringen-Gadmertal, Muotathal, Sarganserland, Urner Oberland 13.03.21, 18 Uhr 16.03.21, 18 Uhr

Wetter  (Stand: 14.03.2021, 11:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Die Schweiz liegt zwischen einem Hochdruckgebiet über dem nahen Atlantik und einer Tiefdruckzone über Skandinavien in einer nordwestlichen Höhenströmung. Mit dieser wird viel Feuchtigkeit zum Alpenraum geführt, welche sich am Alpennordhang staut. Die Alpensüdseite - abgesehen von den alpenkammnahen Gebieten - ist wetterbegünstigt. 

Hinter der Kaltfront, welche uns gestern erreicht hatte, ist die Schneefallgrenze bis in tiefe Lagen abgesunken.

Bis am Sonntagmorgen fielen am Alpennordhang und stellenweise am Jura oberhalb von rund 700 Metern 10 bis 20 cm, gebietsweise bis 30 cm Neuschnee. Inneralpin wurden 5 bis 15, südlich des Alpenhauptkamms weniger als 5 cm Neuschnee registriert.  

Prognose

Mit weiterhin starken bis stürmischen nordwestlichen Höhenwinden wird wiederholt viel Feuchtigkeit aus Norden zu den Alpen geführt. Dabei wird bis zum Dienstagabend in den Berner Alpen, vom Berner Oberland über die Urner Alpen und in den Zentralschweizer Bergen bis zu den Glarner Alpen oberhalb von 800 bis 1000 Metern weitere 50 bis 80 cm Neuschnee erwartet. Daher bleibt die Warnung der Stufe 3 für starken Schneefall in diesen Regionen aktiv. In den umliegenden Regionen werden im gleichen Zeitraum 20 bis 50cm Neuschnee erwartet. In den höheren Lagen wird der Schneefall teils von starkem bis stürmischen Nordwestwind begleitet.

Die Stausituation hält mit nachlassender Intensität voraussichtlich bis am Donnerstag an, eine Verlängerung der Stufe-3-Warnung bis am Mittwoch ist noch im Bereich des Möglichen.