Am Montag führt ein kleinräumiges Tiefdruckgebiet über Frankreich
zeitweise feuchtere und etwas weniger heisse Luft in die Westalpen
und begünstigt vor allem nördlich der Alpen die Gewitteraktivität.
Ab Mittwoch befindet sich die Schweiz zunehmend im Einflussbereich
eines Hochdruckgebiets mit einer Luftmasse subtropischen Ursprungs.
Die Temperaturen nördlich der Alpen steigen in der Folge an.
Am Sonntag, den 9. August, wurden Höchsttemperaturen zwischen 31 und
35 Grad gemessen, mit lokalen Spitzenwerten von bis zu 36 Grad auf
der Alpensüdseite und in der Deutschschweiz. In der Romandie und im
Wallis wurden Werte zwischen 30 und 32 Grad verzeichnet, die durch
den Durchzug einer Störung gemildert wurden. Trotzdem wurden in
diesen Regionen die Schwellenwerte für eine Hitzewelle stellenweise
erreicht.
Die Tiefsttemperaturen lagen am Montagmorgen auf der Alpensüdseite
meist im tropischen Bereich um 20 Grad, während im Norden Werte
zwischen 15 und 19 Grad gemessen wurden.
Auf der Alpensüdseite werden ab Montag die Schwellenwerte für eine
Hitzewarnung der Stufe 4 erreicht.
Die Höchsttemperaturen der kommenden Tage werden landesweit zwischen
31 und 36 Grad liegen, wobei die höchsten Werte für die zweite
Wochenhälfte erwartet werden.
Die Tiefsttemperaturen in den tieferen Lagen liegen im Süden
zwischen 19 und 23 Grad, im Norden zwischen 16 und 21 Grad. Während
den heissesten Stunden des Tages wird die relative Luftfeuchtigkeit
Werte zwischen 30 und 50 % erreichen, wobei die höchsten Werte im
Süden zu verzeichnen sein werden.
Die Tiefsttemperaturen in den städtischen Gebieten liegen um einige
Grad höher als die oben genannten Werte, da die nächtliche Abkühlung
dort langsamer und weniger ausgeprägt verläuft als in den
umliegenden Regionen.
Aufgrund der anhaltend heissen und trockenen Witterung gilt im
ganzen Land eine Trockenheitswarnung der Stufe 4. Das
Trockenheitsbulletin wird jeweils donnerstags um 17:00 Uhr
aktualisiert und ist auf dem Portal
https://www.trockenheit.admin.ch/de abrufbar.
Am Montag könnten einzelne Gewitter vor allem auf der Alpennordseite
die Hitzebelastung kurzzeitig abschwächen.
Ab Mittwoch oder Donnerstag könnten die Kriterien für eine
Hitzewarnung der Stufe 3 auch in den restlichen Regionen auf der
Alpennordseite erfüllt sein. Daher ist eine weitere Ausweitung der
Warnung auf alle Regionen in den Niederungen wahrscheinlich.
Ab Donnerstag ist in der Nordwestschweiz eine Anhebung auf die Stufe
4 nicht ausgeschlossen.
Nach den aktuellen Daten ist auch der Endzeitpunkt der aktuellen
Hitzewelle noch ungewiss.