| Prozess | Stufe | Betroffene Gebiete | von | bis |
|---|---|---|---|---|
| Lawinen | 5 | Emosson, Génépi, Val d'Entremont-Val Ferret, nördliches Wallis | 17.02.26, 08 Uhr | 17.02.26, 17 Uhr |
| Schnee | 3 | Alpennordhang, Nordbünden | 15.02.26, 20 Uhr | 18.02.26, 00 Uhr |
| Hochwasser | 2 | Doubs | 12.02.26, 12 Uhr | 18.02.26, 12 Uhr |
Mit anhaltendem Schneefall und teils stürmischem West- bis Nordwestwind wachsen die umfangreichen Triebschneeansammlungen weiter an. Der viele Neu- und Triebschnee ist störanfällig. Es sind viele spontane Lawinen zu erwarten. Diese können in tiefere Schichten der Schneedecke durchreissen und sehr gross werden, dies vor allem am nördlichen Alpenkamm, im Wallis, im Gotthardgebiet, in Nordbünden und im Unterengadin nördlich des Inns. Besonders im westlichsten und nördlichen Wallis sind auch vereinzelt extrem grosse Lawinen möglich. Lawinen stossen vor allem in den typischen Lawinenzügen bis in tiefe Lagen vor.
Westlichstes Unterwallis von Emosson bis zum Grossen St. Bernhard
und nördliches Wallis von Martigny bis ins Aletschgebiet: Sehr
grosse Lawinengefahr (Stufe 5):
In der Nacht fiel mehr Schnee
als erwartet. Viel Neuschnee und Triebschnee sind sehr störanfällig.
Lawinen können tiefere Schichten der Schneedecke mitreissen. Es sind
viele sehr grosse spontane Lawinen zu erwarten. Extrem grosse
spontane Lawinen sind möglich. Lawinen stossen vor allem in den
typischen Lawinenzügen bis in tiefe Lagen vor. Exponierte
Verkehrswege und exponierte Siedlungen sind gefährdet.
Den Weisungen der lokalen Behörden ist Folge zu leisten.
Übriger Alpennordhang ohne Voralpen, übriges Wallis, nördliches
Tessin, Graubünden: Grosse Lawinengefahr (Stufe 4):
Viel Neu-
und Triebschnee überlagern eine schwache Altschneedecke. Lawinen
können tiefere Schichten der Schneedecke mitreissen. Gebietsweise
sind viele sehr grosse spontane Lawinen zu erwarten und exponierte
Teile von Verkehrswegen sind gefährdet.
In Graubünden und im
Alpsteingebiet bezieht sich die Gefährdung v.a. auf alpines
Schneesportgelände. Vereinzelt sind aber auch dort sehr grosse
Lawinen möglich, die exponierte Teile von Verkehrswegen gefährden
können.
Detaillierte Informationen im Lawinenbulletin: www.slf.ch
Mit einer starken bis stürmischen von West auf Nordwest drehenden Höhenströmung wird zwischen Sonntagabend und Dienstagabend feuchte Luft am Alpennordhang gestaut.
Zwischen Sonntagabend und Dienstagmorgen sind am Alpennordhang, im Zentralwallis, in Nordbünden und in der oberen Leventina oberhalb von 1400 Metern, vom Oberwallis bis nach Nordbünden oberhalb von 800 Metern verbreitet 50 bis 70 cm, lokal 90 bis 100 cm Neuschnee gefallen. In Mittelbünden, im Unterengadin wurden 40 bis 50 cm, lokal bis 60 cm Neuschnee gemessen.
Die Schneefallgrenze lag am Alpennordhang am Sonntagabend und am Montag bei 1000 bis 1400 Metern, inneralpin meist zwischen 500 bis 800 Metern. Am Montagnachmittag und in der Nacht auf Dienstag ist sie auf 500 bis 800 Meter gesunken.
Zwischen Dienstagmittag und Dienstagabend werden vom westlichen Berner Oberland über die Urner und Glarner Alpen bis ins Rätikon oberhalb von 800 Metern weitere 15 bis 25 cm, lokal bis 30 cm Neuschnee erwartet. Die Schneefallgrenze liegt am Dienstag im Bereich von 500 bis 800 Metern. Die Schneefälle sind von starkem bis stürmischem West- bis Nordwestwind begleitet.
In den Waadtländer Alpen, im Wallis, im Nordtessin und oberen Misox sowie in Mittelbünden und im Unterengadin sind die Neuschneemengen geringer. In diesen Regionen werden oberhalb von 800 Metern weitere 5 bis 15 cm, lokal bis 20 cm Neuschnee erwartet. Diese Regionen sind mit der Warnstufe 2 bewarnt.
Da die Schneefälle von teils stürmischem West- bis Nordwestwind begleitet sind und der Niederschlag am Dienstag zunehmend in Schauerform fällt, ist die genaue Verteilung der Neuschneemengen unsicher.
Der zeitliche Verlauf der Höhe der Schneefallgrenze unterliegt Schwankungen, sodass die oben beschriebenen Neuschneemengen bereits auch in 100 bis 300 Meter tieferen Lagen erreicht werden können.
Der Abfluss am Doubs ist zum Wochenbeginn erneut angestiegen und hat gegen Montagmittag die Schwelle zur Gefahrenstufe 2 (mässige Hochwassergefahr) überschritten. Derzeit werden am Doubs keine weiteren Abflussanstiege beobachtet. Die Abflüsse verharren im Bereich der Gefahrenstufe 2 oder gehen bereits leicht zurück.
Für den Doubs werden keine weiteren markanten Abflussanstiege vorhergesagt. Die Abflüsse werden jedoch nur langsam zurückgehen und die Hochwassersituation sich nur allmählich entspannen. Unsicherheiten für die weitere Abflussentwicklung sind unter anderem mit der weiteren Entwicklung der Schneefallgrenze und der Regulierung des flussaufwärts liegenden Stausees (Lac de Moron) verbunden. Die Hochwasserwarnung für den Doubs wird daher aufrechterhalten.