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Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Wind 3 zentraler Alpennordhang, östlicher Alpennordhang 02.02.26, 18 Uhr 03.02.26, 18 Uhr
Schnee 3 Moesano, Tessin 02.02.26, 21 Uhr 03.02.26, 12 Uhr

Wetter (Stand: 02.02.2026, 11:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Am Montag entwickelt sich über Südfrankreich ein Teiltief. Es steuert aus Südwesten zunehmend feuchte Mittelmeerluft zur Alpensüdseite. Diese Luftmasse gleitet über eine kältere Grundschicht und wird am Alpensüdhang gestaut. Gleichzeitig entsteht über den Alpen eine starke Föhnströmung.

Rückblick

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Wahrscheinlichste Entwicklung

Ab Montagabend kommt in den Alpen starker, in Böen stürmischer Föhn auf. In den typischen Föhntälern der Alpennordseite werden Böenspitzen zwischen 90 und 120 km/h erwartet. Auf den Bergen erreicht der Südwind Windspitzen von 100 bis 140 km/h. Die stärkste Phase wird zwischen Dienstag 0 Uhr und 12 Uhr erwartet. Dann stösst der Föhn auch weiter nordwärts in die angrenzenden Regionen vor, beispielsweise ins untere St. Galler Rheintal, bis zum Obersee oder in die Region Sihlsee. Dort werden Böen zwischen 60 und 90 km/h erwartet. Am späteren Dienstagnachmittag lässt der Föhn rasch nach.

Im Tessin und im Misox beginnen am Montagabend schwache Niederschläge mit einer Schneefallgrenze um 600 Meter. In der zweiten Nachthälfte und am Dienstagmorgen kann die Schneefallgrenze während einer Phase mit mässiger Intensität vorübergehend bis in tiefe Lagen absinken, insbesondere in den Tälern. Ab Dienstagnachmittag sind keine nennenswerten Niederschläge mehr zu erwarten. Oberhalb von 800 bis 1000 Metern werden 10 bis 15 cm, lokal bis zu 20 cm Schnee erwartet.

Unsicherheiten

Das Föhnereignis wird seit einigen Tagen recht zuverlässig und ohne grössere Schwankungen in den Wettermodellen prognostiziert. Die Unsicherheiten bei den erwarteten Böenspitzen sind in den mit Stufe 3 bewarnten Regionen entsprechend gering. Etwas unklarer ist, mit welcher Stärke der Föhn während der intensivsten Phase nordwärts in die angrenzenden Regionen vorstösst. Es ist möglich, dass in den mit Stufe 2 bewarnten Regionen in den exponiertesten Lagen ebenfalls lokal Böen um 100 km/h auftreten. Sie sollten aber die Ausnahme bleiben.

Was die Schneefälle südlich der Alpen betrifft, besteht die grösste Unsicherheit hinsichtlich der Schneefallgrenze während der intensivsten Phase am Dienstagmorgen. Im Südtessin dürften kaum signifikante Schneefälle unterhalb von 400 Metern zu erwarten sein.