Auf der Alpensüdseite fallen bis Dienstag nochmals 30 bis 60 mm, teils gewittrig durchsetzte Niederschläge. Im Mittel- und Nordtessin und insbesondere im Valle Maggia können lokal höhere Mengen bis 100 mm. Die Schneefallgrenze liegt weiterhin auf 3000 Metern.
Am zentralen und östlichen Alpenhauptkamm und in den angrenzenden inneralpinen Gebieten werden bis Dienstagmorgen nochmals 20 bis 50 mm Niederschlag erwartet. Für diese Gebiete wurde die Warnung auf eine Stufe 2 angepasst. Die Schneefallgrenze sinkt im westlichen Alpenraum gegen 2500 Meter ab, in den östlichen Alpen bleibt sie auf 2700 bis 3000 Metern.
Auf der übrigen Alpennordseite lassen die Niederschläge nun nach. In den Nachmittagsstunden sind vereinzelte, teils gewittrige Schauer wahrscheinlich. Die Warnschwellen werden hier nicht grossflächig überschritten.
Hochaufgelöste Wettermodelle zeigen insbesondere für die Alpensüdseite teilweise deutlich höhere Niederschlagsmengen bis 200 mm in 24 Stunden, welche mit der südwestlichen Höhenströmung in die Bündner Alpen übergreifen würden. Gemessen an den Ensembleberechnungen handelt es sich um Ausreisser, so dass diese Szenarien als wenig wahrscheinlich betrachtet werden.
Eine weitere Unsicherheit ergibt sich bzgl. des Ende dieses Ereignisses. Das steuernde Höhentief wird bis Ende Woche über dem westlichen Alpenraum bleiben und Warmluft zu den südlichen und östlichen Landesteilen führen. Die Niederschläge werden mit einzelnen Schüben immer wieder aufleben, so dass sich kein klares Ende dieser nassen Witterung abzeichnet. Im Norden treten immer wieder längere trockene Abschnitte auf und insgesamt sind die Niederschläge weniger ergiebig, als auf der Alpensüdseite, wo weiterhin eingelagerte Gewitter lokal hohe Niederschlagsintensitäten bewirken können.