Der Alpenraum liegt in einer umfangreichen Tiefdruckzone, die sich vom Nordmeer bis nach Südosteuropa erstreckt. Mit nördlichen Höhenwinden wird feuchte und kühle Luft zur Alpennordseite transportiert. Am Alpennordhang hat sich eine Nordstaulage eingestellt, die bis Dienstagmorgen anhält.
Seit dem frühen Samstagmorgen sind in weiten Teilen der Schweiz Schauer und Gewitter niedergegangen. Mit Nordwest- und Nordstau fielen am Alpennordhang verbreitet 40 bis 70 mm Niederschlag. Am zentralen Alpennordhang, insbesondere in Teilen der Kantone Bern, Nid- und Obwalden, Uri, Schwyz, Luzern sowie Glarus kamen bisher 70 bis 100 mm Niederschlag zusammen. Auch im Flachland kamen mit kräftigen Gewittern, insbesondere im Kanton Aargau, Zürich und Luzern teils 70 bis 100 mm zusammen.
Über 100 mm wurden in Näfels GL, Bürglen/Selez UR, Gadmen BE und Bözberg AG gemessen. Am Bözberg fielen 83 mm in nur einer Stunde.
Die Schneefallgrenze lag am Samstag auf rund 3000 Metern und sank am Sonntag auf 2600 bis 2800 Meter, in der Nacht auf Montag teils auf 2500 Meter.