Das Tief „Hans“, welches für die unwetterartigen Niederschläge in den Alpen verantwortlich war, zieht nach Osten weg. Mit schwachem Hochdruckeinfluss wird die Luft über dem Alpenraum zunehmend trocken. Am Samstag stellt sich auf der Vorderseite eines Tiefs über der Biskaya eine neue Föhnlage in den Alpen ein.
Zwischen Dienstagabend und Donnerstagabend fielen im Simplongebiet und im nordwestlichen Tessin rund 240 mm, in weiten Teilen des Mittel- und Oberwallis sowie in Teilen des Berner Oberlandes 80 bis 170 mm Niederschlag. Diese Werte sind sehr hoch: Die 24-stündige Niederschlagsmengen vom Mittwoch, 16. April entsprechen an einigen Messstationen im Wallis sowie in Kandersteg, einem teils mehr als 100-jährigen Ereignis.
Die Schneefallgrenze sank im Zentralwallis bis auf die Talsohle. In Sion wurden 9 cm Neuschnee gemessen, in Siders 27 cm und in Visp gar 40 cm. In mittleren Berglagen fielen teils sehr grosse Neuschneemengen mit 99 cm in Bourg-Saint-Pierre, 90 cm in Zermatt, 77 cm in Montana und Leukerbad, 71 cm in Mürren und 56 cm in Adelboden. Oberhalb von 2500 Metern fielen in Teilen des Berner Oberlandes zwischen 80 und 120 cm Schnee, in den Walliser Alpen und im Aletschgebiet zwischen 120 und 160 cm, im Simplongebiet zwischen 200 und fast 250 cm.