Die Niederschläge haben in der Nacht zum Donnerstag von Westen her eingesetzt und sich auf alle Regionen ausgedehnt. Die starken südwestlichen Höhenwinde tragen im Laufe des Donnerstags zu einer Intensivierung der Niederschläge bei, mit einer stärksten Phase der Niederschläge am Donnerstagnachmittag.
Vom westlichen Mittelland über den Jura und das Unterwallis bis zum Nordrand der Schweiz werden in 24 Stunden zwischen 40 und 80 mm Niederschlag erwartet, was einer Warnung der Stufe 3 entspricht. Stellenweise können diese Werte überschritten werden, so besonders in der Region der Dents du Midi im Chablais. In den südlich angrenzenden Gebieten fallen im gleichen Zeitraum 20 bis 40 mm, was einer Warnung der Stufe 2 entspricht. Die Schneefallgrenze liegt sehr hoch und liegt während eines grossen Teils des Ereignisses bei 3500 Metern, bevor sie gegen Ende des Ereignisses gegen 2800 m sinkt.
Die Niederschläge erfassen auch die Alpensüdseite, besonders die Bündner Südtäler, und das Engadin. Im Bergell und im Puschlav werden bis am Freitagmorgen 70 bis 100 mm und im Engadin 40 bis 70 mm erwartet. Damit wird in diesen Regionen die Warnstufe 3 ausgegeben.
Die genaue Position des sogenannten atmosphärischen Flusses (Zufuhr sehr feuchter Luft aus Südwesten) sowie möglicherweise lokal auftretende Gewitter führen zu einer erhöhten Unsicherheit betreffend Niederschlagssummen und den betroffenen Regionen.