| Prozess | Stufe | Betroffene Gebiete | von | bis |
|---|---|---|---|---|
| Hochwasser | 3 | Bodensee | 10.07.24, 11 Uhr | 22.07.24, 11 Uhr |
| Hitze | 3 | Basso Moesano, Mittel- und Südtessin | 18.07.24, 12 Uhr | 20.07.24, 20 Uhr |
| Hochwasser | 2 | Rhein-Neuhausen | 08.07.24, 11 Uhr | 26.07.24, 11 Uhr |
| Hochwasser | 2 | Genfersee | 12.07.24, 11 Uhr | 26.07.24, 11 Uhr |
| Hochwasser | 2 | Rhone | 21.07.24, 11 Uhr | 22.07.24, 11 Uhr |
Am Samstag bestimmt ein Hoch über der Ostsee noch weitgehend das Wetter im Alpenraum. Mit einer südwestlichen Höhenströmung wird heisse und zunächst recht trockene Luft zur Schweiz geführt. Ab der Nacht zum Sonntag wird die Luft von Westen her feuchter und labiler. Am Sonntag lenkt ein Tief über der Nordsee tagsüber eine Kaltfront über die Alpennordseite hinweg.
Am Donnerstag und Freitag lagen die Tiefsttemperaturen in den Niederungen des Tessins und Misox zwischen 18 und 22 Grad, in der Nacht auf Samstag zwischen 16 und 18 Grad. Die Tageshöchstwerte erreichten 31 bis 32 Grad. Die Kriterien für eine Hitzewelle (Tagesdurchschnittstemperatur über 25 Grad) wurden vor allem in städtischen Gebieten erreicht.
Die Höchsttemperaturen auf der Alpensüdseite werden heute wieder Spitzenwerte von 31 bis 32 Grad erreichen. Die relative Luftfeuchtigkeit wird in den heissesten Stunden zwischen 35 und 50 Prozent liegen. Die Hitzewelle (Stufe 3) dauert bis Samstagabend an.
Auf der Alpennordseite ist in der zweiten Tageshälfte mit einzelnen Gewittern zu rechnen. In der Nacht auf Sonntag setzen aus Westen Niederschläge ein, welche teils gewittrig sein werden. Am Sonntag liegt der Niederschlagsschwerpunkt am Alpennordhang und in den Walliser Alpen, die Mengen wurden mit einer Stufe 2 bewarnt. Besonders am zentralen und östlichen Alpennordhang werden weiterhin Gewitter erwartet, welche lokal grössere Niederschlagsmengen bringen können.
Auf der Alpensüdseite werden am Sonntag, vor allem in der zweiten Tageshälfte, ebenfalls einige Schauer und Gewitter erwartet, lokal etwas kräftiger.
Die vorhergesagten Mengen weisen jedoch eine grosse Bandbreite (hohe Unsicherheit) auf.
Der Wasserstand des Bodensees fällt einige Zentimeter pro Tag. Er befindet sich aber noch in Gefahrenstufe 3.
Der Rhein unterhalb vom Bodensee sowie der Genfersee befinden sich unverändert in der Gefahrenstufe 2.
Die von Gletscher gespiesenen Bäche und Flüsse führen wegen intensiver Schnee- und Gletscherschmelze viel Wasser.
Die Regenfälle vom Sonntag können insbesondere bei Flüssen, die bereits jetzt viel Schmelzwasser führen einen weiteren Pegelanstieg verursachen. Für die Rhone wird deshalb die Gefahrenstufe 2 herausgegeben.
Eine Hochwasserwarnung für die kleinen Flüsse gilt im Wallis sowie am Alpennordhang. Die Unsicherheiten sind hier aber noch relativ gross.
Die Wasserstände des Bodensees und des Genfersees werden in den nächsten Tagen langsam weiter absinken. Beim Bodensee kann voraussichtlich am Sonntag oder Montag die Gefahrenstufe 3 auf Gefahrenstufe 2 reduziert werden.
Die Warnung der Gefahrenstufe 2 beim Rhein unterhalb vom Bodensee und beim Genfersee sind bis Freitag 26. Juli gültig.
| Station | Gefahrenstufe | Maximum | Zeitpunkt Maximum |
|---|---|---|---|
| Rhone-Brig | 2 | 220 - 300 m³/s | 21.07.24, 18 Uhr - 22.07.24, 04 Uhr |
| Rhône-Branson | 2 | 450 - 600 m³/s | 21.07.24, 20 Uhr - 22.07.24, 06 Uhr |
| Rhône-Porte du Scex | 2 | 550 - 750 m³/s | 21.07.24, 22 Uhr - 22.07.24, 10 Uhr |
| Rhône-Sion | 2 | 400 - 550 m³/s | 21.07.24, 20 Uhr - 22.07.24, 06 Uhr |
Die Böden sind nur teilweise gesättigt, weil die letzten Tage primär sonnig und warm waren.
Ab Sonntag werden Gewitter und teils länger anhaltende Niederschläge erwartet. Bei ausgiebigem Regen und gleichzeitig hoher Niederschlagsintensität können Rutschungen und Murgänge auftreten. Davon könnten unter anderem die Voralpen, der Alpenhauptkamm, der Jura, das Tessin und die Südtäler im Wallis betroffen sein. Die Zugbahnen der Gewitter sind für die Auslösung von Rutschungen und Murgängen entscheidend. Allerdings ist die Prognose für Sonntag noch unsicher. Bei tiefer Niederschlagsintensität von wenigen Millimetern pro Stunde sind Rutschungen wenig wahrscheinlich.