In den Alpen sorgte die intensive Schneeschmelze in den letzten Tagen für hohe Abflüsse. Somit führen der Alpenrhein und die Rhone viel Schmelzwasser. Die Wasserstände von Boden- und Genfersee sind deshalb nur sehr langsam zurückgegangen. Der Pegel des Bodensees befindet sich in der Gefahrenstufe 3 (erhebliche Hochwassergefahr). Der Ausfluss aus dem Bodensee befindet sich immer noch in der Gefahrenstufe 2 (mässige Hochwassergefahr). Beim Genfersee liegt der Wasserstand in der Gefahrenstufe 2 (mässige Hochwassergefahr).
Die kräftigen Gewitter ab Freitag lassen die bereits erhöhten Pegel der Flüsse vom Wallis übers Gotthardgebiet bis ins Bündnerland sowie im Tessin markant ansteigen. Zudem wirken die wassergesättigten Böden, die intensive Schneeschmelze sowie die sehr hohe Schneefallgrenze als abflussverstärkende Faktoren. Von den grösseren Flüssen werden der Alpenrhein, die Urner Reuss, die Rhone, der Ticino sowie der Inn betroffen sein. Diese Gewässer werden mit der Gefahrenstufe 2 (mässige Hochwassergefahr) bewarnt. Am Hochrhein gilt ebenfalls die Gefahrenstufe 2 (mässige Hochwassergefahr).
Da die Unsicherheiten in den Wetter- und Abflussmodellen zurzeit noch gross sind, kann eine höhere Warnstufe nicht ausgeschlossen werden. Zudem wird für die kleinen Flüsse eine regionale Hochwasserwarnung für die Gebiete vom Wallis über das Tessin bis ins Bünderland sowie für den zentralen und östlichen Alpennordhang ausgesprochen.
Der Pegel des Bodensees wird wiederum zu steigen beginnen. Es besteht ein gewisses Riskio, dass dieser am Wochenende wiederum die Gefahrestufe 4 (grosse Hochwassergefahr) erreichen kann. Am Genfersee gilt weiterhin eine mässige Hochwassergefahr.