Die teilweise sehr starken Regenfälle in den Alpen seit Samstag führten vor allem im Wallis zu sehr hohen Abflüssen. Auch im Tessin und in der Zentralschweiz sind die Abflüsse markant angestiegen. Teilweise wurden so hohe Abflüsse wie noch nie seit Messbeginn gemessen.
Die Gefahrenstufen an der Rhone wurden seit der Publikation des letzten Naturgefahrenbulletins auf die Gefahrenstufe 5 (sehr grosse Gefahr) erhöht. Im Oberlauf der Rhone wurden die Maxima inzwischen überschritten, die Abflüsse gehen wieder zurück.
Am Bodensee gilt Gefahrenstufe 4 (grosse Gefahr), am Rhein unterhalb des Bodensees gilt Gefahrenstufe 3 (erhebliche Gefahr). Wasserstand bzw. Abfluss sind hier auf hohem Niveau stabil.
An Ticino, Maggia, Urner Reuss und Alpenrhein wurden die Maxima erreicht, die Abflüsse gehen wieder zurück. Der Wasserstand des Walensees und der Abfluss der Linth liegen im Bereich der Gefahrenstufe 1 (geringe Gefahr). Ein Anstieg in die Gefahrenstufe 2 (mässige Gefahr) ist nicht wahrscheinlich. Diese Warnungen werden aufgehoben. Die regionalen Hochwasserwarnungen werden ebenfalls aufgehoben.
Der maximale Abfluss an der Mündung der Rhone in den Genfersee wird bis am Sonntagnachmittag erreicht. Danach wird der Abfluss wieder zurückgehen.
Der Wasserstand des Bodensees und der Abfluss in Neuhausen bleiben in den nächsten Tagen auf einem hohen Niveau im Bereich der Gefahrenstufe 4.
Die Wasserstände an Vierwaldstätter- und Brienzersee sowie an ihren Ausflüssen in Luzern und Ringgenberg werden weiter ansteigen. Der Wasserstand des Genfersees wird ebenfalls weiter ansteigen.