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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Samstag, 12. Januar 2019 11:00 Uhr
Nächste Information: Sonntag, 13. Januar 2019 11:00 Uhr


Ergiebige Schneeflälle am Alpennordhang und in den östlichen Alpen, Sturm in den höheren Lagen der Alpen 

Vom Samstagabend bis am Dienstagvormittag werden insbesondere am Alpennordhang und in den östlichen Alpen anhaltende und ergiebige Schneefälle erwartet, die grössten Mengen akkumulieren sich in den Urner und Glarner Alpen. 
Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Schnee 4 Glarner Alpen, Prättigau, Urner Alpen, östliches Berner Oberland 12.01.19, 18 Uhr 15.01.19, 12 Uhr
Schnee 3 Alpennordhang, Nord- und Mittelbünden, Scuol-Samnaun, Zernez 12.01.19, 18 Uhr 15.01.19, 12 Uhr
Schnee 3 Alta Valmaggia, Alto Moesano, Blenio, Leventina, nördliches Wallis 12.01.19, 21 Uhr 14.01.19, 18 Uhr
Wind 3 Alpen 13.01.19, 10 Uhr 14.01.19, 18 Uhr

Wetter  (Stand: 12.01.2019, 11:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Mit der okkludierten Front der vergangenen Nacht sind am Alpennordhang und in den östlichen Alpen verbreitet wenige Zentimeter Neuschnee gefallen, den grössten Schneezuwachs ist im Prättigau mit rund 10 cm gemessen worden. Im Laufe des Samstags kommen wir nun in eine zunehmend starke Nordwestströmung, welche von Samstagabend bis zum Dienstagvormittag wiederholt Fronten und anhaltend Feuchtigkeit zum Alpennordhang transportiert, mit der starken Strömung wird diese teils auch über den Alpenkamm transportiert. Die starke Nordwestströmung macht sich besonders in den höheren Lagen am Sonntag und Montag bemerkbar. In der Nacht zum Montag greift der Wind teils auch in tiefere Lagen hinunter.

Prognose

Im Oberwallis sowie am Alpennordhang vom Berner Oberland bis zu den östlichen Alpen und teils auch im angrenzenden Unterengadin werden vom Samstagabend bis Dienstagvormittag ergiebige Schneefälle  erwartet. Im Oberwallis lassen die intensivsten Schneefälle bereits am Montagabend nach. Die Schneefallgrenze liegt zunächst bei rund 600 Metern. Im Laufe des Sonntags steigt sie vorübergehend gegen 900 bis 1200 Meter, im Berner Oberland teils bis gegen 1500 Meter an, in der Nacht zum Montag sinkt sie erneut gegen 500 bis 700 Meter. Inneralpin, insbesondere in Mittelbünden, verharrt die Schneefallgrenze vermutlich über das ganze Ereignis in tiefen Lagen, so dass die Niederschläge meist als Schnee bis zum Talgrund fallen.

Oberhalb von rund 1200 Metern ist im Jungfraugebiet, in den Urner und Glarner Alpen sowie im Prättigau mit 100 bis 130 cm, lokal bis 140 cm Neuschnee zu rechnen, am übrigen Alpennordhang sowie im Oberwallis, im übrigen Nord- und Mittelbünden und im angrenzenden Unterengadin werden Neuschneemengen von rund 80 bis 110 cm erwartet. Oberhalb von rund 800 Metern ist bis am Dienstagvormittag mit rund 30 bis 60 cm Neuschnee zu rechnen, inneralpin, insbesondere in Mittelbünden, ist auch am Talgrund eine entsprechende Neuschneemenge möglich. Am Montag und in der Nacht auf Dienstag fallen auch in tieferen Lagen oberhalb von 500 bis 700 Metern 20 bis 30 cm Neuschnee.

Im Nordtessin und im nördlichen Misox sind Neuschneemengen oberhalb von 1000 Metern von 10 bis 20 cm, oberhalb von 1400 Metern 30 bis 50 cm zu erwarten. Die Schneefallgrenze liegt bis am Montagvormittag bei rund 1000 Metern, und sinkt im Laufe des Montagvormittags gegen 700 Meter ab.

In den mit Stufe 2 für Schneefall bewarnten Gebieten fallen 40 bis 60 cm, im Engadin 20 bis 40 cm Neuschnee.

Das Neuschneeereignis wird besonders am Sonntag und Montag begleitet von stürmischem Nord- bis Nordwestwind. In den Bergen werden oberhalb von 2000 Metern Windböen von 120 bis 160 km/h erwartet, oberhalb von 1500 Metern 80 bis 120 km/h. In der Nacht zum Montag greift der Wind auch in tiefere Lagen insbesondere der der Zentral- und Ostschweiz hinunter, so dass auch in den Tälern teils 60 bis 90 km/h möglich sind.

 

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