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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Montag, 15. Juni 2015 12:00 Uhr
Nächste Information: Dienstag, 16. Juni 2015 12:00 Uhr

Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hochwasser 2 Alpennordhang, Mittelland 14.06.15, 15 Uhr 17.06.15, 12 Uhr

Weiterhin Hochwassergefahr auf der Alpennordseite

Die bis Dienstagmittag prognostizierten Niederschläge können zu erneuten Abflussanstiegen in den Flüssen der Alpennordseite führen.

Wetter

Aktuelle Situation

Eine fast stationäre Luftmassengrenze liegt über der Alpennordseite. Sie hat am Sonntag und in der Nacht auf Montag in der Deutschschweiz gebietsweise ergiebige und zum Teil sehr intensive, gewittrige Niederschläge gebracht. Die grössten Niederschlagsmengen wurden von der Ostschweiz bis ins zentrale Mittelland gemessen, wo 40 bis 70 mm fielen, lokal sogar über 100 mm wie stellenweise am Bodensee oder im Berner Seeland.

Prognose

Heute Montag fallen auf der Alpennordseite noch weitere Niederschläge, die am Nachmittag zum Teil auch von kräftigen Schauern durchsetzt sein können. Die erwarteten Niederschlagsmengen liegen zwischen 10 und 20 mm, lokal auch mehr. Morgen Dienstag wird die erwähnte Luftmassengrenze südwärts an die Alpen gedrängt, so dass sich die Niederschläge in der ersten Tageshälfte wieder verstärken. Am Nachmittag lässt der Regen im Flachland nach, am Alpennordhang hingegen fällt weiterhin Niederschlag. Die erwarteten Niederschlagsmengen für Dienstag liegen auf der Alpennordseite zwischen 10 und 30 mm, in der Ostschweiz sowie an den zentralen und östlichen Voralpen können 20 bis 40 mm fallen. Am Mittwoch ist es mehrheitlich trocken, nur an den Voralpen besteht noch ein schwaches Schauerrisiko.

Fliessgewässer und Seen

Aktuelle Situation

Die am Sonntagvormittag im Tessin sowie im Oberwallis gefallenen gewittrigen Niederschläge führten zu teilweise markanten Abflusszunahmen. So wurde im Oberlauf der Rhone sowie an der Saltina die Gefahrenstufe 2 erreicht. Seit Sonntagabend sind die Pegelstände dieser Fliessgewässer am Sinken. Für das Tessin, das Oberwallis sowie Mittelbünden kann die bestehende Warnung aufgehoben werden.

Ab Sonntagnachmittag liessen die sehr intensiven Gewitterregen auf der Alpennordseite vor allem die Flüsse in der Ostschweiz teilweise markant ansteigen. Am stärksten betroffen war das Thur-Einzugsgebiet. Die Murg im Unterlauf sowie der Rietholzbach im Oberlauf der Thur erreichten die Gefahrenstufe 2. Ebenfalls angeschwollen sind die grösseren Flüsse im Mittelland und der Hochrhein bei Basel. Sie erreichten die Gefahrenstufe 2 jedoch nicht.

Prognose

Bis Dienstagmittag fallen auf der Alpennordseite weitere Niederschläge. Aufgrund der gesättigten Böden können kurzzeitig heftige Gewitterregen lokale Hangrutschungen und Überflutungen auslösen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass kleinere und mittlere Flüsse wiederum die Gefahrenstufe 2 erreichen. Die grösseren Flüsse des Mittellandes sowie der Hochrhein steigen am Montagnachmittag weiter an. Nach aktueller Einschätzung werden an diesen Fliessgewässern jedoch keine Abflüsse der Gefahrenstufe 2 erreicht. 

 

 

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