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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Sonntag, 9. Februar 2020 11:15 Uhr
Nächste Information: Montag, 10. Februar 2020 11:00 Uhr


Starker Sturm Alpennordseite und Alpen 

Zwischen Sonntagabend und Dienstagabend wird auf der Alpennordseite und in den Alpen ein starker Sturm mit Windspitzen von 100-140 km/h beziehungsweise in Berglagen von 130-200 km/h erwartet. 
Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Wind 4 Jura, Nordwestschweiz 09.02.20, 18 Uhr 11.02.20, 18 Uhr
Wind 4 Berner Oberland, zentraler Alpennordhang, zentrales Mittelland, östlicher Alpennordhang, östliches Mittelland 10.02.20, 00 Uhr 12.02.20, 00 Uhr
Wind 3 Genferseeregion 09.02.20, 21 Uhr 12.02.20, 00 Uhr
Wind 3 Alpen, westlicher Alpennordhang 10.02.20, 00 Uhr 12.02.20, 00 Uhr

Wetter  (Stand: 09.02.2020, 11:15 Uhr)

Aktuelle Situation

In Verbindung mit dem Orkantief "Sabine", dessen Zentrum sich am Sonntag über Schottland nach Südnorwegen verlagert, nimmt auch die Westströmung über dem Alpenraum stetig zu und erreicht am Sonntagabend über den Bergen Sturmstärke.

Prognose

In der Nacht auf Montag nimmt der Sturm auf der Alpennordseite und in den Alpen weiter zu. Die stürmischen Winde mit Orkanböen halten am Montag und Dienstag an. Auf der Alpennordseite ist oberhalb von 1000 Metern mit 130-160 km/h, oberhalb von 2000 Metern mit 160-200 km/h zu rechnen. In den inneralpinen Gebieten vom Wallis über das Gotthardgebiet bis zu den Bündner Bergen sind oberhalb von 2000 Metern 100-150 km/h zu erwarten, darunter ist der Wind deutlich schwächer. In den Föhntälern der Alpennordseite kommt in der Nacht zum Montag vorübergehend stürmischer Föhn auf mit Böenspitzen von 90-130 km/h, insbesondere im Urner Reusstal und im Rheintal.  

Am Montagvormittag erreicht eine in die Westströmung eingelagerte Kaltfront die Schweiz. Damit lässt einerseits der Föhn in den Alpentälern nach, andererseits nimmt aber der Westwind in den Niederungen der Alpennordseite markant zu. Hier sind stürmische Winde mit Orkanböen von 100-140 km/h zu erwarten, insbesondere in Höhenlagen oberhalb von 500 Metern. In der Genferseeregion werden Windspitzen von 80 bis 110 km/h erwartet. Hinter der Kaltfront bleibt der stürmische Westwind erhalten, er dürfte aber leicht nachlassen. Am Dienstag überquert die nächste Kaltfront die Schweiz, wodurch die Westwinde erneut zunehmen dürften. Voraussichtlich werden in den Niederungen die Böen dabei noch etwa 90 bis 120 km/h erreichen.

In der Nacht zum Mittwoch lässt die Westströmung nach und es kann mit einer Wetterberuhigung gerechnet werden.

In die Westströmung eingelagert gelangt zudem schubweise feuchte Luft zur Schweiz. Dem Jura und dem Alpennordhang entlang sind am Montag und Dienstag oberhalb von 1200-1600 Metern rund 20-50 cm, im Unterwallis bis 70 cm Neuschnee zu erwarten.
 

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