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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Dienstag, 2. Juli 2019 18:00 Uhr
Nächste Information: Mittwoch, 3. Juli 2019 12:00 Uhr


Ende Hitzewelle auf der Alpensüdseite Mässige Hochwassergefahr an Bodensee und Rhone. 

Mit aufkommenden Gewittern und nachfolgender Zufuhr von weniger heisser Luft endet die Hitzewelle auch auf der Alpensüdseite.  Sinkende Wasserstände am Bodensee. Erhöhte Abflüsse in alpinen Gewässern, insbesondere im Wallis.  
Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hochwasser 2 Rhein von Bodensee bis Mündung Thur 12.06.19, 12 Uhr 05.07.19, 12 Uhr
Hochwasser 2 Bodensee 24.06.19, 12 Uhr 05.07.19, 12 Uhr
Hochwasser 2 Rhone 26.06.19, 11 Uhr 03.07.19, 12 Uhr

Wetter  (Stand: 02.07.2019, 18:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Während auf der Alpennordseite bereits in der Nacht trockene und weniger heisse Luft eingeflossen ist stieg auf der Alpensüdseite die Temperatur in den Niederungen am Dienstag nochmals auf 30 bis 32 Grad. Der für die Warnung relevante Heatindex, ein kombiniertes Mass für den Wärme- und Feuchtegehalt der Luft, überschritt lokal nochmals die Warnschwelle von 90.
 

Prognose

Mit Schauern und Gewittern kühlt sich die Luft in den nächsten Stunden weiter ab. Die Hitzewarnung für Mittel- und Südtessin wird aufgehoben.  

 

Fliessgewässer und Seen  (Stand: 01.07.2019, 18:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Trotz einem leichten Rückgang über das Wochenende befindet sich der Wasserstand des Bodensees immer noch weit über der Schwelle zur Gefahrenstufe 2. Am Obersee liegt der Pegel am Montag 6 cm, am Untersee 5 cm unter der Schwelle zur Gefahrenstufe 3. Beim Ausfluss aus dem Untersee zeigt der Rhein weiterhin einen stark erhöhten Abfluss im Bereich der Gefahrenstufe 2.

Aufgrund der Schnee- und Gletscherschmelze weisen die Flüsse in alpinen Gebieten weiterhin erhöhte Wasserstände und ausgeprägte Tagesgänge auf, insbesondere im Wallis. Der Pegel der Rhone stieg in den letzten Tagen regelmässig bis an die Schwelle zur Gefahrenstufe 2. An der Massa wurde im Tagesverlauf die Gefahrenstufe 2 jeweils erreicht.

Prognose

Die Pegelstände am Bodensee werden in den nächsten Tagen wegen der immer noch intensiven Schmelze nur langsam sinken. Die Pegel des Ober- und des Untersees werden deshalb weiter mit Gefahrenstufe 2 bewarnt. Auch der Ausfluss aus dem Bodensee wird in den nächsten Tagen im Bereich der Gefahrenstufe 2 verbleiben.

Die immer noch hohen Temperaturen werden weiter für eine starke Schnee- und Gletscherschmelze in den hochalpinen Regionen sorgen. Auch Gewitter können zu kurzzeitigen Pegelanstiegen in den betroffenen Regionen führen. Die Pegel an der Rhone sowie auch an kleineren Flüssen im Wallis können somit die Gefahrenstufe 2 im Tagesverlauf weiterhin erreichen.

 

 

 

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