Navigation

Logo der Schweizerischen Eidgenossenschaft

Sprunglinks

ausgew�hlt

Inhalt

Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Sonntag, 30. Juni 2019 11:00 Uhr
Nächste Information: Montag, 1. Juli 2019 11:00 Uhr


Am Dienstag Ende der Hitzewelle.  Mässige Hochwassergefahr an Bodensee und Rhone. 

Die markante Hitzewelle in den Niederungen der gesamten Schweiz dauert bis am Montag an. Sinkende Wasserstände am Bodensee. Erhöhte Abflüsse in alpinen Gewässern, insbesondere im Wallis.  
Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hitze 4 Basel, Frick-Leibstadt, Mittel- und Südtessin, Rheinfelden, Zentralwallis 25.06.19, 12 Uhr 01.07.19, 18 Uhr
Hitze 3 Niederungen der Alpennordseite 24.06.19, 15 Uhr 01.07.19, 18 Uhr
Hochwasser 2 Rhein von Bodensee bis Mündung Thur 12.06.19, 12 Uhr 01.07.19, 12 Uhr
Hochwasser 2 Bodensee 24.06.19, 12 Uhr 01.07.19, 12 Uhr
Hochwasser 2 Rhone 26.06.19, 11 Uhr 01.07.19, 12 Uhr

Wetter  (Stand: 30.06.2019, 11:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Am Samstag floss mit einer Bisenströmung weniger heisse und recht trockene Luft zur Alpennordseite, im Süden lag heisse und recht feuchte Luft.

Im Norden schwankten die Tageshöchsttemperaturen um 31 Grad, im Zentralwallis wurden bis 35 Grad gemessen. Wegen der recht trockenen Luft wurde nördlich der Alpen nur stellenweise ein Hitzeindex über 90 erreicht, im Zentralwallis lag der Hitzeindex bei rund 93. Südlich der Alpen setzte sich die Hitzewelle bei Tageshöchstwerten um 32 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit fort.

Prognose

Das wetterbestimmende Hochdruckgebiet verlagert seinen Schwerpunkt allmählich Richtung Osteuropa. Heute Sonntag fliesst mit einer schwachen bis mässigen Südwestströmung schwülheisse Luft zur Alpennordseite, was hier die Hitzewelle vorübergehend noch einmal verstärkt.

Die Tageshöchsttemperatur steigt im Norden gegenüber Samstag deutlich an. Mit dem markant grösseren Feuchteangebot werden schwülheisse 32 bis 36 Grad erwartet, der Hitzeindex wird deutlich über 94 liegen. Im Süden bleibt es bei Tageshöchsttemperaturen um 33 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit weiterhin schwülheiss.

Am Montag gelangt aus Westen weniger heisse Luft zur Alpennordseite, während es im Süden vorerst noch schwülheiss bleibt. Ab Dienstag fliesst weniger heisse Luft in den Alpenraum und sorgt vor allem nördlich der Alpen für einen allmählichen Temperaturrückgang.

Fliessgewässer und Seen  (Stand: 28.06.2019, 11:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Der Wasserstand des Bodensees ist weiterhin hoch und liegt nahe an der Schwelle zur Gefahrenstufe 3. Am Obersee liegt der Pegel am Freitag 2 cm unter der Schwelle zur Gefahrenstufe 3, am Untersee nur 1 cm. Beim Ausfluss aus dem Untersee zeigt der Rhein weiterhin einen stark erhöhten Abfluss deutlich oberhalb der Schwelle zur Gefahrenstufe 2.

Aufgrund der Schnee- und Gletscherschmelze zeigen die Flüsse in alpinen Gebieten weiterhin erhöhte Wasserstände und ausgeprägte Tagesgänge. Im Wallis steigt der Pegel der Rhone regelmässig über die Schwelle zur Gefahrenstufe 2, und die kleineren und mittleren Flüsse im Wallis können punktuell Hochwasser führen.

Prognose

Die Pegelstände am Bodensee werden über das Wochenende wegen der intensiven Schnee- und Gletscherschmelze weiterhin nur langsam sinken. Die Pegel des Ober- und des Untersees werden weiterhin mit Gefahrenstufe 2 bewarnt. Auch der Ausfluss aus dem Bodensee wird in den nächsten Tagen im Bereich der Gefahrenstufe 2 verbleiben.

Die voraussichtlich bis mindestens Montag anhaltenden hohen Temperaturen werden auch weiterhin für eine starke Schnee- und Gletscherschmelze in den hochalpinen Regionen sorgen. Die Pegel an der Rhone können in den nächsten Tagen die Warnstufe 2 im Tagesverlauf jeweils übersteigen.

Auch kleine und mittlere Flüsse im Wallis können die Gefahrenstufe 2 im Tagesverlauf kurzzeitig erreichen.

 

 

Kontextspalte