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:: WALDBRAND

Waldbrand

Ein Waldbrand ist ein natürlich oder durch den Menschen ausgelöstes Feuer im Unterholz, auf Wald- oder Grasböden.

Wie entsteht ein Waldbrand?


Bildnachweis:
US Fish and Wildlife Service

Am häufigsten treten Waldbrände in den semi-ariden Regionen der Erde auf. Die Voraussetzungen für Waldbrände ist einerseits das Vorhandensein von üppiger Vegetation und andererseits Trockenheit, welche die Vegetation ausdorrt. Ein Waldbrand kann durch einen Blitz oder durch die Unachtsamkeit des Menschen (brennende Zigarettenkippen, nicht gelöschte Feuerstellen) ausgelöst werden. Je nach Landnutzungsform (z. B. Brandrodung) wird aber oftmals gezielt Feuer gelegt. Die Feuer brennen oft tage- manchmal sogar wochenlang. Dabei brennen meist mehrere Quadratkilometer Vegetationsfläche ab.

Waldbrände spielen in bestimmten Ökosystemen wie in den Feuchtsavannen oder in den Buschländern (Macchia, Garrigue) im Mittelmeerraum oder an den Westküsten Nordamerikas eine wichtige Rolle zur Erhaltung des Gleichgewichts eines Lebensraumes. Dort sind Feuer beispielsweise zur Samenverbreitung für die Vegetation lebenswichtig.

In der Schweiz kommen nur kleinflächige Waldbrände vor. Sie ereignen sich im Wallis, Graubünden und vor allem im Tessin. Dort sind überwiegend Kastanienwälder betroffen.


Welche Schäden können entstehen?

Neben den Brandschäden an der Vegetation, die aber aus landwirtschaftlicher Sicht teilweise erwünscht sind, können Waldbrände auch Siedlungen oder Verkehrwege zerstören. In seltenen Fällen werden auch Menschen durch die Feuersbrunst eingeschlossen und getötet. Die Gesundheit des Menschen ist aber vor allem durch die Rauch- und Aschebelastung gefährdet.

Die Emissionen von Waldbränden beeinflussen ausserdem klimawirksame Eigenschaften der Atmosphäre. Bei einem Waldbrand wird hauptsächlich CO2 und CO freigesetzt. Dies fördert die Ozonbildung in der untersten Schicht der Atmosphäre und führt so zu smogähnlichen Zuständen. Die Asche- und Rauchpartikel haben ebenfalls klimatische Konsequenzen. Sie führen zu einem erhöhten Angebot an Kondensationskernen für die Wolkenbildung. Das heisst es bilden sich mehr kleinere Wassertröpfchen statt wenige grössere Wassertröpfchen. Diese kleinen Wassertröpfchen sind so leicht, dass sie in der Schwebe bleiben; es bildet sich vermehrt Dunst, die Niederschlagswahrscheinlichkeit sinkt. Zudem hat die Dunstbildung wegen der grösseren Rückstrahlung des Sonnenlichts einen Abkühlungseffekt der Erde zur Folge.

Eine Folgeerscheinung von Waldbränden können Rutschungen sein. Durch den Brand vernichtete Vegetation kann zu instabileren Hängen führen, was bei Starkregen die Rutschungsgefahr erhöht.


Weitere Informationen zu diesem Thema
Wildfire Safety
http://www.redcross.org/portal/site/en/menuitem.86f46a12f382290517a8f210b80f78a0/?vgnextoid=3bade6fd...
Global Fire Monitoring Center (GFMC)
http://www.fire.uni-freiburg.de

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