Erdbeben
Erdbeben sind Erschütterungen beziehungsweise Schwingungen der Erde, die ihren Ursprung im Erdinnern haben.
Wie entsteht ein Erdbeben?
Erdbeben werden nach drei verschiedenen Typen unterschieden:
- Vulkanische Beben
- Einsturzbeben
- Tektonische Beben
Vulkanische Beben, welche nur geringe Reichweite aufweisen, machen nur 3% aller Beben aus. Sie stehen im Zusammenhang mit vulkanischen Aktivitäten. 7% der Erdbeben sind Einsturzbeben, welche durch das Einstürzen von Hohlräumen im geologischen Untergrund verursacht werden.
Die weitaus gefährlichste Art von Erdbeben sind die tektonischen Beben, die rund 90% aller Beben umfassen. Solche Beben entstehen, wenn sich die Erdkruste entlang einer tektonischen Störung verschiebt. Zunächst sammelt sich entlang dieser Störung elastische Spannungsenergie an. Sobald eine bestimmte Energiemenge erreicht ist, entladen sich die aufgestauten Spannungen zwischen den Bruchschollen der Erdkruste schlagartig. Es kommt zur Freisetzung grosser Energien in Form von seismischen Wellen, dem Erdbeben. Der Ort dieser Energiefreisetzung im Erdinnern wird Erdbebenherd oder Hypozentrum genannt. An der Erdoberfläche senkrecht darüber liegt das Epizentrum.
Welche Schäden können entstehen?
In der Schweiz ereignen sich im Mittel etwa 200 Erdbeben pro Jahr, wovon jedoch nur 10% für den Menschen spürbar sind. Die letzten Erdbeben mit Schadenfolge ereigneten sich 1946 in Sion und 1855 in Visp. 1356 zerstörte ein starkes Erdbeben grosse Teile der Stadt Basel. Die Intensität eines Bebens kann so heftig sein, dass Gebäude, Brücken oder Dämme je nach Untergrund und Bauart einstürzen können.
Erdbeben können gefährliche Folgeereignisse, wie Felssturz, Steinschlag, Rutschung oder Bodenverflüssigung (siehe Bild) nach sich ziehen. Ein besonders gravierendes Folgephänomen für Länder mit Meeresküsten ist der Tsunami, welcher durch unterseeische Beben ausgelöst wird. Die dadurch entstehenden mächtigen Wellen können ganze Küstenstreifen verwüsten.
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