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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Freitag, 14. August 2015 12:00 Uhr
Nächste Information: Montag, 17. August 2015 12:00 Uhr

Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hochwasser 2 Alpennordhang, Wallis 14.08.15, 12 Uhr 17.08.15, 12 Uhr

Regionale Hochwasserwarnung am Alpennordhang und im Wallis

Von Freitagmittag bis Montagmittag besteht auf der Alpennordseite sowie im Wallis eine erhöhte regionale Hochwassergefahr.

Wetter

Aktuelle Situation

Eine Tiefdruckrinne erstreckt sich vom Nordatlantik bis zum Mittelmeer. Auf ihrer Vorderseite wird aus Südsüdwest schubweise feuchte und zunehmend kühlere Luft vom westlichen Mittelmeerraum zu den Alpen geführt. Bis Samstag bleibt die Luftmasse noch recht labil geschichtet, wodurch auch die Gewitterneigung besonders auf der Alpensüdseite hoch bleibt.

Prognose

Zwischen Freitag- und Montagmittag werden dem Alpennordhang entlang sowie im Wallis und in Teilen des Tessins Niederschlagsmengen zwischen 60 und 100 mm erwartet. Dafür hat MeteoSchweiz am Alpennordhang sowie in Teilen des Wallis eine Niederschlagswarnung Stufe 2 ausgegeben. Im Tessin und dem restlichen Wallis werden die Warnschwellen nur lokal oder gar nicht erreicht. In der übrigen Schweiz wird in diesem Zeitraum 10 bis 40 mm Niederschlag erwartet. Bis Samstagmittag ist der Niederschlag hauptsächlich konvektiver Art mit aus Südwesten kommenden Schauern und Gewittern, welche besonders im Tessin und dem angrenzenden Alpenhauptkamm teilweise auch noch heftig sein können. Dadurch können lokal auch grössere Niederschlagsmengen erreicht werden.

Die Schneefallgrenze sinkt dabei auf der Alpennordseite von 3400 langsam auf 2500 Meter ab. Auf der Alpensüdseite und im Wallis sinkt sie vorübergehend von 3500 auf etwa 3000 Meter.

Fliessgewässer und Seen

Aktuelle Situation

Die Abflüsse auf der Alpennordseite sind zurzeit stark unterdurchschnittlich. Viele kleine und mittlere Fliessgewässer im zentralen und östlichen Mittelland führen Niedrigwasser. In den Alpen weisen die vergletscherten Einzugsgebiete jedoch überdurchschnittliche Abflüsse auf. An der Massa wurden in den letzten Tagen aufgrund der starken Gletscherschmelze Abflüsse im Bereich der Gefahrenstufe 2 erreicht.

Prognose

Die vorhergesagten Gewitter und Schauer ab Freitagmittag können in kleinen und mittleren Flüssen am Alpennordhang sowie im Wallis zu kurzfristigen und starken Abflusszunahmen führen. Nach derzeitiger Einschätzung am stärksten betroffen sind die Gebiete vom südlichen Wallis übers Nordtessin bis zu den Zentralalpen. In den Berner und Walliser Alpen können insbesondere in den vergletscherten Einzugsgebieten kurzzeitig auftretende Gewitter zu starken Abflussanstiegen führen. An der Rhone kann je nach Entwicklung der Wetterlage ein Erreichen der Gefahrenstufe 2 im Verlaufe des Wochenendes nicht ausgeschlossen werden. Da die grösseren Flüsse im Mittelland sehr tiefe Abflüsse aufweisen und die Gewitterregen im Flachland nur lokal auftreten, ist an Aare, Reuss, Limmat und Rhein ein Erreichen der Gefahrenstufe 2 unwahrscheinlich. An den Seen werden meist stabile Wasserstände prognostiziert.

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