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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Sonntag, 3. August 2014 12:00 Uhr
Nächste Information: Montag, 4. August 2014 12:00 Uhr

Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hochwasser 2 Aare unterhalb Bielersee, Aare unterhalb Thunersee, Aare-Ringgenberg, Emme, Hochrhein 03.08.14, 12 Uhr 04.08.14, 12 Uhr
Hochwasser 2 Bielersee, Bodensee, Brienzersee, Lago di Lugano, Thunersee 03.08.14, 12 Uhr 04.08.14, 12 Uhr
Hochwasser 2 Alpennordhang, Jura, Mittelland, Tessin, Wallis 03.08.14, 12 Uhr 04.08.14, 12 Uhr

Leichte Entspannung der Hochwassergefahr

Teilentwarnung für einzelne Flüsse. Mehrere grössere Flüsse und Seen verbleiben weiterhin in der Gefahrenstufe 2. Weiterhin Gefahr von Hangrutschungen in weiten Gebieten der Schweiz.

Wetter/Niederschläge

Aktuelle Situation

Die Schweiz befindet sich weiterhin in einer südwestlichen Höhenströmung am Rand eines Tiefs mit Zentrum über den Britischen Inseln. Von Samstag- bis Sonntagvormittag ist verbreitet Niederschlag gefallen. Die Niederschlagsmengen auf der Alpennordseite lagen zwischen 5 und 10 mm, mit kräftigeren Gewittern gab es von den westlichen Alpen bis ins Berneroberland sowie auch in Teilen der Ostschweiz um 20 mm, lokal bis 40 mm. Im Süden fielen in 24 Stunden verbreitet zwischen 40 und 80 mm Regen.

Prognose

Am Sonntagnachmittag und am Montag muss in der feuchten und labilen Luft weiterhin mit Regenschauern und zum Teil auch Gewittern gerechnet werden. Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt an den Voralpen sowie am Jura. Die erwarteten Niederschlagsmengen liegen zwischen 5 und 15 mm, lokal kann es mit einem kräftigen Gewitter auch deutlich mehr sein.

Im Süden fallen am Sonntag noch 5 bis 10 mm, mit Gewittern sind lokal auch grössere Mengen möglich. Am Montag bleibt es trocken.

 

Fliessgewässer und Seen

Aktuelle Situation

Nachdem in den bewarnten Gebieten nördlich der Alpen deutlich geringere Niederschlagsmengen als vorhergesagt gefallen sind, hat sich die Abflusssituation leicht entspannt. In den Gebieten, in denen Niederschlagsmengen um 20 mm fielen, reagierten die Flüsse aufgrund der gesättigten Böden sehr schnell mit steilen Abflussanstiegen, so etwa in den Einzugsgebieten der Simme und der Gürbe. Dies führte auch zu einem vorübergehenden Anstieg der Aare bei Bern.
Im Tessin verursachten ergiebige Niederschläge erhöhte Zuflüsse zum Lago Maggiore und Lago di Lugano und liessen die Seewasserstände ansteigen.

Die Abflüsse der Aare zwischen Thun und Bern wie auch zwischen Bielersee und Emme-Mündung befinden sich weiterhin in der Gefahrenstufe 2, ebenso der Ausfluss des Vierwaldstättersees.
Die Pegel der bewarnten Seen haben sich stabilisiert und beginnen langsam zu sinken. Am Brienzer- und Thunersee sowie am Bodensee und am Lago di Lugano befinden sich die Pegelstände weiterhin im Bereich der Gefahrenstufe 2.

Entwarnt werden die Rhone, Kleine Emme, Urner Reuss und der Vierwaldstättersee.

 

Prognose

Für die nächsten Tage wird eine Entspannung für alle grösseren Flüsse und Seen der Schweiz vorhergesagt.

Die Gefahrenstufe 3 für den Brienzer- und Thunersee sowie die Aare zwischen Thun und Bern wird auf Stufe 2 reduziert.

Mässige Hochwassergefahr gilt auch weiterhin für den Bieler- und Bodensee sowie für den Lago di Lugano.
Die Ausflüsse der gesteuerten Seen werden auf hohem Niveau gehalten, um eine rasche Absenkung der Seewasserstände zu erreichen. Die Abflüsse unterhalb dieser Seen verbleiben damit noch mehrere Tage in der Gefahrenstufe 2.

Auch der Hochrhein verbleibt aufgrund der Zuflüsse aus Aare und Bodensee auf hohem Niveau und wird unterhalb der Aare-Mündung weiterhin mit Gefahrenstufe 2 bewarnt.

Abflussdämpfende Systeme, die das Auftreten von Hochwasserspitzen in vielen Situationen puffern, sind derzeit grösstenteils gesättigt. Karstspeicher und Gletscherseen können sehr schnell reagieren. Die vielerorts gesättigten Böden haben keine dämpfende Wirkung mehr. Im gesamten Bereich der Schweiz nördlich und westlich der Alpen, sowie im Wallis und Tessin besteht daher weiterhin die Gefahr von kurzfristigen Wasserstandsanstiegen in kleinen und mittleren Flüssen und Bächen infolge lokaler Schauer und Gewitter.

Station Gefahrenstufe Maximum Zeitpunkt Maximum
Rhein-Basel 2 2100 - 2300 m³/s 03.08.14, 12:00 Uhr - 04.08.14, 12:00 Uhr

Massenbewegungen

Aktuelle Situation

Aufgrund der Niederschläge der letzten 24 Stunden sind die Böden weitgehend wassergesättigt. Die Grunddisposition für Hangrutschungen ist daher weiterhin gegeben.

Prognose

Die abnehmenden Niederschläge (sowohl in Intensität und Summen) führen zu einer langsamen Entspannung der Situation. Allerdings können lokal weiterhin Hangrutschungen ausgelöst werden, insbesondere bei gewittrigen Regenschauern. 

Kontextspalte